{"id":1510,"date":"2022-09-15T16:43:27","date_gmt":"2022-09-15T14:43:27","guid":{"rendered":"http:\/\/test.pus-eck.de\/?p=1510"},"modified":"2022-09-16T11:23:28","modified_gmt":"2022-09-16T09:23:28","slug":"lebenserfahrung-trifft-jugend","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/test.pus-eck.de\/?p=1510","title":{"rendered":"Lebenserfahrung trifft Jugend"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"892\" height=\"466\" src=\"http:\/\/test.pus-eck.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Webaufnahme_15-9-2022_163149_pus-eck.org_.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1511\" srcset=\"http:\/\/test.pus-eck.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Webaufnahme_15-9-2022_163149_pus-eck.org_.jpeg 892w, http:\/\/test.pus-eck.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Webaufnahme_15-9-2022_163149_pus-eck.org_-300x157.jpeg 300w, http:\/\/test.pus-eck.de\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Webaufnahme_15-9-2022_163149_pus-eck.org_-768x401.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 892px) 100vw, 892px\" \/><figcaption>Klassen-Projekt Fahrradparcours: Seniorpartner Rainer Kreye erkl\u00e4rt Moritz (12) und Jule (11) die Hindernisse auf dem Schulhof der Peter-Ustinov-Schule. FOTO: CHRISTOPH ROHDE<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>VON CHRISTOPH ROHDE (Kieler Nachrichten)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>ECKERNF\u00d6RDE. <\/strong>Sie sind alle um die 70, haben eigene Kinder gro\u00dfgezogen und ihre berufliche Laufbahn bereits abgeschlossen: die drei Seniorpartner an der Eckernf\u00f6rder Peter-Ustinov-Schule. Was sie eint, ist die Motivation, Kindern zu helfen, mit Problemen besser zurechtzukommen. Das bedarf h\u00e4ufig gro\u00dfer Geduld. \u201eDoch wenn man mit der Zeit eine Entwicklung feststellt, tut das gut, das zu sehen\u201c, sagt Rudolf Heyers. Heyers ist gemeinsam mit Sigrid und Rainer Kreye Seniorpartner an der Gemeinschaftsschule des Schulzentrums. An diesem Vormittag treffen sich die Sch\u00fcler der Klasse 5a zu einem Fahrrad-Parcours, um den sicheren Umgang mit dem Zweirad zu st\u00e4rken. Das ist nicht unbedingt die Aufgabe der Seniorpartner, doch sie nutzen das Projekt, um sich bei den Sch\u00fclern bekannt zu machen und Vertrauen aufzubauen. \u201eHier lernen die Kinder die Senioren als helfende Hand kennen\u201c, erl\u00e4utert Lehrer Matthias Reese. So ist die Schwelle sp\u00e4ter niedriger, wenn die Jungen und M\u00e4dchen einmal die<br>Unterst\u00fctzung der Seniorpartner ben\u00f6tigen. Daf\u00fcr ist donnerstags in den ersten vier Stunden bis 12.30 Uhr im Raum 45 der Schule die T\u00fcr immer offen. \u201eManchmal ist es rappelvoll, manchmal kommen wenige\u201c, wei\u00df Rainer Kreye.<br>Nicht selten sind es Streitereien, die Kinder zu den Senioren f\u00fchren. \u201eVon uns wird dann erwartet, dass wir die Richter spielen, aber das tun wir nicht\u201c, sagt Kreye. Wichtiger sind das Gespr\u00e4ch und die richtigen Fragen, mit denen die Sch\u00fcler behutsam zu L\u00f6sungen gef\u00fchrt werden, die sie selbst finden sollen. \u201eEs geht darum: Was k\u00f6nnte ich tun, damit alle besser miteinander klarkommen\u201c, erg\u00e4nzt Heyers. Br\u00fccken zu bauen, das sei das Ziel. Heyers hatte lange als Mathematiker in der IT-Branche gearbeitet und sich auch mit Mediation besch\u00e4ftigt. \u201eIch habe etwas gesucht, bei dem ich auch im Ruhestand regelm\u00e4\u00dfig aktiv sein kann\u201c, erl\u00e4utert er seine Motivation, Seniorpartner an einer Schule zu sein.<br>Gerade beim Wechsel von der Grundschule zu einer weiterf\u00fchrenden Schule seien Orientierungshilfen f\u00fcr Kinder wichtig, ist er \u00fcberzeugt. \u201eIn dieser Lebensphase werden neue Freundschaften gekn\u00fcpft, gibt es aber auch Missverst\u00e4ndnisse und Entt\u00e4uschungen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Seniorpartner sind an der Peter-Ustinov-Schule eine zus\u00e4tzliche Begleitung der Sch\u00fcler neben der Schulsozialarbeit und den Lehrkr\u00e4ften. \u201eGerade von den J\u00fcngeren werden wir wie die ,lieben Gro\u00dfeltern\u2019 gesehen\u201c, sagt Kreye. Das erleichtert mitunter den Zugang. Die Gespr\u00e4che sind vertraulich. Die Kinder k\u00f6nnen alles erz\u00e4hlen, was sie bedr\u00fcckt. F\u00fcr die Gespr\u00e4chsf\u00fchrung und den sorgsamen Umgang mit dem Gesagten gibt es eine fundierte Ausbildung.<br>Der Landesverband Schleswig-Holstein der Seniorpartner in School (SiS) sieht gro\u00dfen Bedarf an Schulmediatoren. Gerade die Generation 55 plus verf\u00fcge nach ihrer Berufst\u00e4tigkeit \u00fcber einen reichen Erfahrungsschatz, der hier f\u00fcr eine sinnvolle Aufgabe eingesetzt werden k\u00f6nne. F\u00fcr das generationen\u00fcbergreifende Engagement reichen einmal die Woche vier bis f\u00fcnf Stunden an einer Schule in Wohnortn\u00e4he.<br>In Eckernf\u00f6rde gibt es bislang nur an der Peter-Ustinov-Schule Seniorpartner. In Rendsburg sind sie an der Altstadtschule und an der Bergschule Fockbek aktiv. Bei entsprechenden Teilnehmern kann das Angebot ausgeweitet werden. Lehrer Reese sagt zu den Seniorpartnern: \u201eBesonders bei Sch\u00fclern, die ein<br>Problem-P\u00e4ckchen mit sich herumtragen, ist es wichtig, dass einfach jemand da ist und zuh\u00f6rt\u201c.<\/p>\n\n\n\n<ul><li><strong>F\u00fcr interessierte Senioren<\/strong> bietet der SiS-Landesverband eine kostenfreie Ausbildung an, um<br>ein gutes Lernklima und eine friedliche Streitkultur an Schulen zu f\u00f6rdern. Eine neue Staffel<br>\u00fcber 80 Stunden l\u00e4uft in drei Bl\u00f6cken am 4.\/5. Oktober, 1. bis 4. November und Ende November bis Anfang Dezember in Schleswig. Infos und Anmeldungen unter www.sis-schleswigholstein.de oder bei Angela Lembke, Tel. 01522\/8504321.<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>VON CHRISTOPH ROHDE (Kieler Nachrichten) ECKERNF\u00d6RDE. Sie sind alle um die 70, haben eigene Kinder gro\u00dfgezogen und ihre berufliche Laufbahn bereits abgeschlossen: die drei Seniorpartner an der Eckernf\u00f6rder Peter-Ustinov-Schule. 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